Die Einen finden ihn komisch oder gar hässlich (sofern die Menschen ihn überhaupt kennen), die Anderen lieben ihn – den Axolotl. 
Uns ging es da ganz ähnlich. Zunächst konnten wir den bizarr aussehenden Geschöpfen nicht allzu viel abgewinnen. Bestenfalls empfanden wir die Tiere als „lustig“ oder „witzig“.

Eigentlich sind wir Aquarianer. Herzblutaquarianer! Und es bestand zunächst kein Bedarf, das Aquarium neu zu besetzen oder umzugestalten.  In unseren  Warmwasserbecken tummeln sich seit Jahren wunderschöne Skalare, Wabenschilderwelse, Schmerlen, Barben, Neons und Dornaugen und erfreuen unser Gemüt. Es gefällt den „Flösslingen“ so gut bei uns, dass sie sich gerne vermehren. Mehrfach schon durften wir uns an Nachzuchten erfreuen (aktuell haben wir wieder Skalar-Babys mit langen, wahrhaft bemerkenswerten Flossen).  Echte „Kinder der Liebe“, denn wir greifen nicht in den Kreislauf ein, sondern lassen den Dingen ihren (natürlichen) Lauf.
Nach einem „Pflegedesaster“ während unserer Urlaubs-Abwesenheit waren wir gezwungen eines unserer Zuchtbecken zunächst brach liegen zu lassen. Bald schon war jedoch klar: Eine Neubesetzung muss her! Doch wer sollte unser Aquarium beziehen? Wir recherchierten ein wenig und so stießen wir schließlich auf den Axolotl, befassten uns ein wenig mit ihm – und legten los!

Über eine Anzeige kamen wir auf unsere „Einstein“. Es war Liebe auf den ersten Blick! Dieser Axolotl musste es sein! Unbedingt! Also kontaktierten wir den Besitzer, taten einen weiteren Kontakt auf, schwangen uns ins Auto und rauschten los gen Reutte / Österreich, denn dort konnten wir die ersten Axos einsammeln. Mit „Neptun“, „Zottel“ & „Lotta“ im Gepäck machten wir uns auf den nicht ganz kurzen Heimweg. Unterwegs sammelten wir noch schnell „Einstein“ – den Axolotl“ unseres Herzens  in der Nähe von Sigmaringen auf.

Die „Starbesetzung“ unseres Beckens war also gefunden und der Grundstein zur Axolotl-Liebe gelegt. Und wie sich alle lieben: Unsere Axos lieben einander, wir lieben die Axos und die Axos lieben uns. Zumindest hat man diesen Eindruck, wenn man vor dem Becken sitzt und die Tiere, die – ähnlich wie Delphine – stets gute Laune zu haben scheinen, beobachtet. Eine Hautfalte lässt sie dauerhaft „lächeln“. Es sind eben echte Gute-Laune-Tiere!
Beschenkt man sie mit Aufmerksamkeit, so beschenken sie uns mit allerlei wundervollen Aktionen: „Männchen“ machen, dem Beobachter „zuwinken“ (sieht zumindest so aus), dem Balztanz, das witzige Schauspiel, wenn sie einen Regenwurm verspeisen (er wird gut und gerne 3 mal eingesogen und teilweise wieder hinausgeschoben) oder das Fangen ihrer Futterpellets. Das „Schlagen“ oder Wedeln mit den Kiemen wirkt wie das Schwanzwedeln eines Hundes auf den Beobachter.

Axolotl verlieren sehr schnell die Scheu vor den Menschen und lassen sich teilweise sogar auf die Hand nehmen. Wie sie sich anfühlen? Ganz einfach: So, wie man sich einen Fisch vorstellt: glatt und glitschig, aber dennoch weich und kein bisschen ekelig! Immer wieder entdecken wir neue Seiten an unseren Axolotln und lieben sie von Tag zu Tag mehr!
Am faszinierendsten ist die Eigenschaft, dass abgetrennte Gliedmaßen, Organe und Teile des Gehirns (einschl. Augen) und Herzens nachwachsen / wiederhergestellt werden. Die Regenerate sind in der Regel keine Verkrüppelungen, sondern vollständig und funktionstüchtig. Das haben wir selbst schon erlebt! Welch Wunder der Schöpfung!!!